Regionales

Neues im November

05.10.2014

Saulgau
www.jaeger-saulgau.de
Jagdhornbläser
Die Jagdhornbläsergruppe Riedlingen-Saulgau gestaltet dieses Jahr folgende Hubertusmessen mit:
1) Schemmerhofen, am 2. November 2014 um 10.00 Uhr;
2) Zwiefalten, am 9. November 2014 um 10.00 Uhr und 3) Bad Saulgau, am 16.
November 2014 um 10.30 Uhr.
Junge Jäger
Der Stammtisch findet in diesem Monat am Mittwoch, 5. November um 19.30 Uhr auf dem Schießstand in
Herbertingen statt.
Schießwesen
Geschossen werden kann dienstags und freitags von 13.00 – 17.00 Uhr sowie jeden 2., 4. und ggf. 5. Sonntag im Monat von 10.00 – 12.00 und 13.00 – 17.00 Uhr. Weitere Infos unter Tel. 07586 724, mobil unter 0171 4448692 oder per E-Mail:
info@schiessstand-herbertingen.de.
Wir gratulieren
zum jeweils 65. Geburtstag, Raimund Parmantye, Bad Saulgau, am 2. November; Manfred Weckerle, Scheer, am
7. November; Benno Lehmann, Langenenslingen, am 13. November und Hubert Kesenheimer, Guggenhausen, am
22. November; zum 80. Geburtstag, Albert Ils, Scheer, am 20. November sowie zum 85. Geburtstag, Alfred
Weckerle, Scheer, am 19. November.

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Neuigkeiten

10.06.2014
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Schießanlage in Herbertingen

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Corynebakterien bei Wildschwein

Corynebakterien-Infektion bei einem im Landkreis Tuttlingen erlegten Frischling

Sehr geehrter Herr Kreisjägermeister, sehr geehrte Damen und Herren Hegeringleiter,
sehr geehrte Damen und Herren,

der im Folgenden geschilderte Sachverhalt scheint zwar bislang ein Einzelfall im Landkreis
Tuttlingen zu sein. Er sollte aber Anlass für alle Jäger sein, beim Aufbrechen und
Zerlegen von Wild, hier speziell Schwarzwild, auch besonderes Augenmerk auf die
Lymphknoten zu legen. Außerdem zieht der Befund offenbar bereits landesweit Kreise.
Aus diesen Gründen soll der Sachverhalt kurz zusammenfassend dargestellt werden:
Bei einem im Februar am Konzenberg (Gemarkung Wurmlingen) erlegten, gut entwickelten
Frischling, bei dem der Erleger vor dem Schuss keine Auffälligkeiten beobachtet
hatte, fielen beim Zerlegen zahlreiche vergrößerte Lymphknoten im Bereich des
Ohrgrundes auf. Der Erleger meldete sich daraufhin beim Veterinäramt und legte einen
walnussgroßen unversehrten und einen kleineren angeschnittenen Lymphknoten vor.
Der angeschnittene Lymphknoten wurde nochmals angeschnitten, wobei sich zwei
stecknadelkopfgroße, käsig-kalkige Zentren fanden. Die Oberfläche des unversehrten
Lymphknotens war auffallend uneben. Bei der Besichtigung des Tierkörpers in der
Wildkammer des Erlegers wurden die weiteren, bis gut walnussgroßen Lymphknoten
vom Ohrgrund mitsamt der Haut als Probe genommen; bei einem weiteren, bereits angeschnittenen
Lymphknoten fiel ebenfalls ein käsig-kalkiger Herd auf. Von den beiden
Buglymphknoten war nur einer auffindbar (die Schultern waren bereits vom Rumpf getrennt);
dieser war gut haselnussgroß, auffallend kugelig und prall. Ansonsten war der
Tierkörper unauffällig.

Die unversehrten Lymphknoten wurden nicht angeschnitten, da sie zur weitergehenden
Untersuchung eingesandt werden sollten. Die Lymphknoten wurden mit Verdacht auf
eine Infektion mit Mykobakterien (Tuberkulosebakterien) an das Chemische und VeteSeite
2 rinäruntersuchungsamt Freiburg gesandt. Der Tierkörper wurde über eine Tierkörper-
Annahmestelle des Landkreises Tuttlingen unschädlich beseitigt.
Inzwischen liegt der abschließende Befund des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts
Freiburg vor:

Makroskopisch (d.h. bei der ersten Untersuchung mit bloßem Auge) wurden hochgradige,
zwiebelschalenartig angeordnete Nekrosen (Nekrose = Gewebstod, abgestorbenes
Gewebe) in den Lymphknoten festgestellt; dieser Befund bestätigte sich bei der
mikroskopischen Untersuchung (pathohistologischer Befund); die abgestorbenen Bereiche
waren von einer Bindegewebskapsel umgeben und mit Bindegewebe durchsetzt
(Fibrose).

Die molekularbiologischen Untersuchungen auf verschiedene Mykobakterien (Tuberkulosebakterien)
verliefen mit negativem Ergebnis: Negativ waren sowohl der Test auf
den sogenannten Mykobakterien-Komplex (Tuberkulose-Erreger im engeren Sinne:
Mycobacterium tuberculosis, Mycobacterium bovis und Mycobacterium caprae), als
auch die Untersuchung auf atypische Mykobakterien wie Mycobacterium avium (Erreger
der Geflügeltuberkulose, bei Schweinen nicht unwahrscheinlich) und andere.
Bei der bakteriologischen Untersuchung wurden jedoch Corynebakterien nachgewiesen,
wobei sich die genaue Corynebakterien-Spezies nicht differenzieren ließ.
Wie in der Befundmitteilung von der Pathologin Dr. Fischer erwähnt, wurde schon von
ähnliche Veränderungen bei Wildschweinen bei Infektionen mit Corynebacterium ulcerans
berichtet; auf der Homepage des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts
Stuttgart findet sich eine Veröffentlichung dazu, zu finden über folgenden Link:
http://www.cvuas.de/pub/beitrag.asp?ID=1389&Thema_ID=8&subid=1
Als Ursache für die nicht mögliche Spezies-Differenzierung der gefundenen Corynebakterien
wird von der Untersucherin vermutet, dass das Geschehen bei dem Tier bereits
ein chronisches Stadium erreicht hatte.

Corynebacterium ulcerans ist ein Bakterium, das vom Tier auf den Menschen übertragen
werden kann und hier Diphtherie-ähnliche Infektionen verursachen kann.
Ob es sich bei den vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart berichteten
beiden Fällen und dem bisher einen Fall im Kreis Tuttlingen um Ausnahme-
Infektionen mit Corynebakterien bei Wildschweinen handelt oder ein verbreitetes Geschehen
vorliegt, kann aufgrund der bisherigen Befundlage nicht abgeschätzt werden.
Wir bitten deshalb die Jägerschaft, beim Aufbrechen und Zerlegen verstärkt auch auf
Lymphknotenveränderungen zu achten und sich beim Feststellen derartiger bedenklicher
Merkmale beim Veterinäramt zu melden, damit solche Feststellungen mit weitergehenden
Untersuchungen an den Untersuchungsämtern des Landes abgeklärt werden
können.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
gez.
Dr. Laufer

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Afrikanische Schweinepest


Hinweise an die Jägerschaft im Hinblick
auf die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest


Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in den vergangenen Jahrzehnten auch außerhalb Afrikas aufgetreten, zuletzt vor allem in Russland. Es handelt sich dabei um eine Virusinfektion der Haus- und Wildschweine mit schwerwiegenden klinischen Erscheinungen. Befallene Tiere leiden an unterschiedlichen Symptomen wie hohes Fieber, Festliegen, z.T. Durchfall oder Atemprobleme und verenden in der Regel innerhalb weniger Tage.
Im Juni 2013 meldete Weißrussland in der Grenzregion zu Polen erste Fälle. Ende Januar 2014 trat - nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts - die Afrikanische Schweinepest erstmals in Litauen in zwei Regionen an der Grenze zu Weißrussland auf und hat somit das EU-Gebiet erreicht. Ein aktueller Nachweis der ASP in Polen zeigt eine eindeutige Verbreitungstendenz. Eine Einschleppung in weitere Länder der Europäischen Union kann nicht ausgeschlossen werden. Über Transportfahrzeuge, die aus betroffenen Regionen zurückkehren, sowie mit Produkten aus nicht durchgegartem Fleisch (Schinken, Salami, usw.) infizierter Schweine könnte das Virus weiter verbreitet werden. Besonders das (illegale) Verfüttern von Speiseabfällen stellt hierbei eine Infektionsquelle dar.
Während der Mensch an ASP nicht erkranken kann, sind unsere Haus- und Wildschweinebestände durch die verheerenden Auswirkungen massiv bedroht, da die ASP eine hochansteckende und seuchenhaft verlaufende Virusallgemeinerkrankung bei Schweinen ist,
Deshalb ist angesichts des aktuellen ASP-Geschehens in Litauen und Polen auch die Jägerschaft aufgefordert, vermehrt auf das Auftreten von Fallwild bzw. verendeten Tieren zu achten. Diese Tiere sowie Schwarzwild, das mit unklaren Krankheitserscheinungen angesprochen wird oder nach dem Aufbruch unklare Symptome zeigt, sind unverzüglich der labordiagnostischen Untersuchung zuzuleiten; geeignetes Probenmaterial: Milz, Lymphknoten, Blutprobe; bei Fallwild und verendeten Schweinen reicht auch Knochenmaterial aus; ganze Wildschweine praktisch am besten in stabile Silo- oder Teichfolie o.ä. eingewickelt und mit Kabelbindern verschlossen transportieren.
Die entsprechenden Untersuchungsanträge sind auf der Homepage der Untersuchungsämter abrufbar: www.stua-aulendorf.de
Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass von Wildschweinen stammende Jagdtrophäen insbesondere aus den bereits betroffenen Ländern je nach Art der Behandlung bzw. auch in ASP-Gebieten getragene Jagdkleidung mit einem hohen Infektionspotential für Haus- und Wildschweine behaftet ist.
Die Beschickung von Luderplätzen zur Raubwildbejagung hat so zu erfolgen, dass das Lockmittel für Schwarzwild unzugänglich ist. Es wird aus seuchenhygienischen Gründen empfohlen, auf Aufbruch, Schwarten und Wildteile von Schwarzwild an den Luderplätzen zu verzichten.

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Erfolgreiche Drückjagd

"Für eine ordnungsgemäße Ausübung der Jagd bedarf es
einer guten Passion, enormer Ausdauer, eisernem Willen
und entsprechend viel Leidenschaft"
...

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